Journarrator: So kannst du mitmachen

Das Beitragsbild dieses Artikels dürfte dir vermutlich sehr bekannt vorkommen: Es ist das gleiche, wie beim Start-Beitrag des Journarrator-Projekts, nur dass es um den transparenten „#Journarrator“-Sticker und den Schriftzug „So kannst du mitmachen“ ergänzt wurde. Um zweiten soll es in diesem Artikel gehen. Wieso? Weil ich, nachdem ich euch in den sozialen Netzwerken von dem Projekt erzählt habe, immer wieder gefragt wurde: „Und was muss ich jetzt tun?“ „Wie kann ich mitmachen?“ Darauf habt ihr, nachdem ihr diesen Artikel gelesen habt, hoffentlich eine Antwort.

Vorab möchte ich mich aber erst einmal bei euch bedanken: Ihr nehmt das Projekt so großartig an, macht selbst so toll mit und habt mir richtig gutes Feedback gegeben. Ich bin gespannt, wohin die Reise mit euch noch geht! Und wer weiß: Vielleicht sind nach diesem Beitrag ja noch mehr Journarrator mit dabei.

Was kann ich tun, um Journarrator zu werden?

Erst einmal gibt es eine Voraussetzung: Du musst Journalist oder Journalistin sein. Ob du Volontär, Redakteurin oder freier Mitarbeiter bist, ist ganz egal. Auch das Medium, also Print, Online, Fernsehen und Radio, spielt dabei keine Rolle.

Wenn du Nicht-Journalist*in bist, hast du trotzdem eine wichtige Rolle: Nur wenn du dich auf das Projekt, die Gespräche, Einblicke und Diskussionen einlässt, funktioniert das Ganze. Stell‘ also sehr gerne viele Fragen, lass‘ dich darauf ein und schau‘ hinter die Kulissen. Journalist*innen die ins Leere reden, machen keinen Sinn. Du bist wichtig und wirst ganz, ganz dringend gebraucht.

Die Idee hinter dem Journarrator-Projekt ist, dass wir unseren Beruf, unsere Arbeit und damit auch die Journalismus-Branche transparenter machen. Deshalb ist die Aufgabe: Gib Einblick in deinen journalistischen Alltag, deine Projekte, deine Arbeit, Gedanken, Probleme, Sorgen, Erfolge und Co. Es wird hier ganz persönlich. Es geht um dich. Dich als Journalist*in. Wie du das deinen Mitmenschen, beispielsweise über die sozialen Netzwerke mitteilst, ist dir überlassen. Du kannst hier ganz kreativ werden. Dafür zeige ich dir gleich ein paar Beispiele und Ideen. Cool wäre, wenn du einen Beitrag, Post, Artikel, Foto und Co. dazu veröffentlichst, dass du in den sozialen Netzwerken den Hashtag „#Journarrator“ verwendest. Dann können wir uns dort besser vernetzen, ich teile eure Beiträge auch sehr gerne. Mehr zum Projekt und seinem Namen findest du im ersten Blog-Artikel zum Thema: „Ich will Journarrator sein“ und im dazugehörigen YouTube-Video:

Ideen für Journarrator

Das hier sind einige Ideen, die dich inspirieren können. Du kannst aber natürlich auch selbst ganz kreativ werden und das Ganze so gestalten und machen, wie es zu dir passt.

Die einfachste Möglichkeit: Ein Tweet.

Ganz schnell und ohne lange zu überlegen, wie du deinen Beitrag gestalten sollst: Schreib einfach, was dich beschäftigt. Ich habe das vor kurzem beispielsweise gemacht, weil ich finde, dass es in Redaktionen häufig echt gute Töne gibt, weil beispielsweise ein Radiosender zum Unternehmen gehört. Aber Online werden sie nicht so oft oder nicht so schön weitergenutzt und eingebettet. Das habe ich einfach so aufgeschrieben.

Kurzer Teaser: Zu diesem Thema wird es in nächster Zeit einen Artikel mit Video geben, der Ideen aufzeigt, wie Audios Online verwendet werden können.

Zeig mir, was du machst.

Hier sind vor allem die Medien „Bild“ und „Video“ spannend. Fotografiere dich oder deinen Arbeitsplatz eben und schreibe einen Text darunter, was heute deine Aufgabe ist, woran du gerade arbeitest und was noch so ansteht. Ein Beispiel: Ich habe den Instagram-Nutzern gezeigt, dass ich gerade „Instagram TV“ (IGTV) für den MDR SACHSEN-ANHALT teste.

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Für den @mdr_san habe ich heute das neue Format „Instagram TV“ (#IGTV) ausprobiert. Checkt mal das Test-Video auf meinem IGTV-Channel. ☺️ Das war erstmal ein Start, werde damit definitiv noch mehr rumspielen. Hier findet ihr den Insta-Account, den ich euch im Video empfehle: @mdrklaert. Wie findet ihr das neue Format so? 🤔 ————————————— Update vom 3. August 2018: Ich habe heute erst gemerkt, dass dieser Post schon voll #Journarrator-mäßig war, es das Projekt da aber offiziell noch nicht gab. 🤯 ————————————— #MDR_SAN #Journalismus #Journalistin #Medien #Online #SocialMedia #SachsenAnhalt #Wernigerode #Videoproduktion #Video #journalist #journalism #media #saxonyanhalt

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Oder: Nutze die Möglichkeit des „Vloggings“, also Video-Blogging. Filme, was du gerade machst, nimm deine Follower, Freunde und Co. mit in deinen Alltag. Sage ihnen, was dich gerade beschäftigt und was du gerade so machst. Ob du das Ganze auf YouTube stellst, als kurzes Video in einen Tweet packst oder in deine Instagram-Story, ist dir überlassen. Ich war beispielsweise auf der Journalisten-Konferenz „Netzwerk-Recherche“ und habe von dort etwas Video-Material mitgebracht. Zum einen, habe ich die drei Tage dort mit Instagram-Storys begleitet, ich habe aber auch ein YouTube-Video am Ende hochgeladen.

Ich mag schreiben und/oder reden.

Niemand hat gesagt, dass sich dein Einblick auf einen Post, Tweet, Bild oder Video beschränken muss. Du bist eher der Blogger? Super! Dann schreib einen Artikel zu der journalistischen Thematik und setz dich als Journarrator tiefer damit auseinander. Einige Redaktionen haben auf ihrer Homepage einen eigenen Blog. Nutzt die Chance dort transparent zu werden und Einblick zu geben. Das versuche ich hier ja immer wieder.

Schreiben ist gar nicht so deins, aber reden? Auch cool! Dann denk doch mal über einen Podcast nach und sprich über das, was dich als Journalist so beschäftigt. Das macht beispielsweise Freundin und Journalistin Ricarda Dieckmann auf ihrem „Teesätze“-Podcast ziemlich regelmäßig.

Status: Ich bin Journarrator.

Einfach nur kurz und ohne dass es lange bleibt? Dann nutz‘ beispielsweise die Status-Funktion von WhatsApp – auch Stories von Instagram, Facebook, Snapchat und Co. gehen in diese Richtung. Da kannst du auch nur einen Satz reinschreiben, wie: „Bin gerade auf der Journalisten-Konferenz „Netzwerk-Recherche“ – Lieblingstalk: XYZ“ oder „Hatte heute einen echt anstrengenden Tag als Social-Media-Redakteur: Wieso gibt es nur so viele Hater?“

Im Team ist voll meins.

Schnapp dir deinen Lieblingsarbeitskollegen und überlegt, wie ihr zusammen Journarrator sein und das eurem Umfeld zeigen könnt. Filmt euch gemeinsam, interviewt euch, unterstützt euch. Habt ihr gemeinsame Sorgen oder Vorstellungen? Weichen sie ab? Diskutiert das in euren Beiträgen und lasst die Community ihre Meinung dazu äußern.

Ich mags analog.

Kaffeekränzchen mit Omi, ein Mädelsabend oder das gemeinsame Abendbrot mit der Familie: Du musst nicht der ganzen Welt von deinem journalistischen Leben berichten, wenn du das nicht willst. Gerade deine Liebsten sollten wissen, was du so machst, was dich so beschäftigt. Als coolen Nebeneffekt würde ich mir hier wünschen, dass sie dadurch mehr Verständnis für unseren Beruf bekommen und sich auch gerade deshalb – und auch natürlich aus vielen weiteren Gründen, die ich hier jetzt nicht diskutieren möchte – niemals den „Lügenpresse“-Rufen und Co. anschließen.

Was haben andere bisher so gemacht?

In den Beispielen habe ich dir vor allem gezeigt, was ich so umgesetzt habe. Natürlich möchte ich dir nicht vorenthalten, was andere bisher so gemacht haben. Ich freue mich immer so, so sehr, wenn ich sehe, dass jemand mitmacht!

– Update: 14. August 2018 –

Das Online-Fußball-Magazin „120Minuten“ stellt im Rahmen des „Journarrator“-Projekts an mehreren Tagen seine Redaktion vor. Schöne, neue Umsetzungsidee! Wer die Jungs noch nicht kennt: Schaut und hört euch umbedingt ihre Longreads, Podcasts und Co. an!


Du hast auch noch coole Ideen? Gerne her damit! Entweder als Kommentar unter diesen Blog-Eintrag, per E-Mail (johanna.daher@gmx.de), via Kontaktformular oder über die sozialen Kanäle – zum Beispiel als eigene Journarrator-Umsetzung. Wir sehen/hören/lesen uns hoffentlich bald in den sozialen Netzwerken unter #Journarrator!

Quelle Beitragsbild: Johanna Daher

2 Gedanken zu „Journarrator: So kannst du mitmachen

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